3. FUNDIERUNG
Für
Pfeiler, Hauptseilverankerung und Bogentragwerk wird ein gemeinsamer
Fundamentkörper angeordnet. So verringert sich die resultierende
Summe der Lasten und Auflagerkräfte, weil diese sich teilweise
aufheben. Wie weit dieser Fundamentkörper durch Bodenanker,
Pfähle o. ä. unterstützt werden muss, kann erst
nach Vorliegen genauerer Angaben über den Baugrund und
ein entsprechendes Bodengutachten beurteilt werden. Der Entfall
eines Mittelpfeilers bringt jedenfalls u.a. erhebliche Einsparungen
bei der Fundierung.
4. MONTAGE
Für
die Zugseilkonstruktion wurden mit Absicht neben der optischen
Wirkung je drei Seile gewählt, um bei der Montage derselben
nicht zu große Einzelgewichte über den Fluss transportieren
zu müssen. Die einzelnen Montageschritte sind wie folgt
vorgesehen:
* Fundierung
* Endpfeiler
* Transport und Hängen der Hauptseile über den Fluss
* Hängemontage
* Fahrbahnmontage für die Fahrräder beginnend gleichzeitig
von beiden Auflagern. Diese Fahrbahn ist für die weitere
Arbeit zugleich eine Arbeitsbühne
* Montage Druckbogen mit Fußgängerweg
* Vorspannung Zug- und Druckbogen
* Endausbau (Geländer, Belag, Beleuchtung etc.)
5. WIRTSCHAFTLICHKEIT
Der vorliegende
Entwurf zeigt, dass das gewählte Tragwerksystem sehr wirtschaftlich
ist. Der Entfall eines Mittelpfeilers bedeutet neben der wesentlich
besseren gestalterischen Wirkung eine erhebliche Einsparung
durch Entfall der Fundierung und Errichtung desselben in Flussmitte.
Die Auswirkung
der doppelten Spannweite auf das Tragwerk sind nicht so gravierend,
wie man im ersten Moment meinen würde. Es ergeben sich
lediglich für die Haupttragwerke Vergrößerungen
der entsprechenden Dimensionen. Nachdem es sich jedoch vorwiegend
um zug- und druckbeanspruchte Konstruktionselemente handelt,
bleiben die höheren Materialerfordernisse in vertretbarem
Rahmen.