2. DIE SEKUNDÄRKONSTRUKTIONEN

Diese bestehen aus herkömmlichen Walzprofilen und Rohren der Stahlgüte ST370 - sowohl für Fahrbahnen, Pfeiler, Druck- und Zugversteifungen.

  

  
3. FUNDIERUNG

Für Pfeiler, Hauptseilverankerung und Bogentragwerk wird ein gemeinsamer Fundamentkörper angeordnet. So verringert sich die resultierende Summe der Lasten und Auflagerkräfte, weil diese sich teilweise aufheben. Wie weit dieser Fundamentkörper durch Bodenanker, Pfähle o. ä. unterstützt werden muss, kann erst nach Vorliegen genauerer Angaben über den Baugrund und ein entsprechendes Bodengutachten beurteilt werden. Der Entfall eines Mittelpfeilers bringt jedenfalls u.a. erhebliche Einsparungen bei der Fundierung.

4. MONTAGE

Für die Zugseilkonstruktion wurden mit Absicht neben der optischen Wirkung je drei Seile gewählt, um bei der Montage derselben nicht zu große Einzelgewichte über den Fluss transportieren zu müssen. Die einzelnen Montageschritte sind wie folgt vorgesehen:

* Fundierung
* Endpfeiler
* Transport und Hängen der Hauptseile über den Fluss
* Hängemontage
* Fahrbahnmontage für die Fahrräder beginnend gleichzeitig von beiden Auflagern. Diese Fahrbahn ist für die weitere Arbeit zugleich eine Arbeitsbühne
* Montage Druckbogen mit Fußgängerweg
* Vorspannung Zug- und Druckbogen
* Endausbau (Geländer, Belag, Beleuchtung etc.)

5. WIRTSCHAFTLICHKEIT

Der vorliegende Entwurf zeigt, dass das gewählte Tragwerksystem sehr wirtschaftlich ist. Der Entfall eines Mittelpfeilers bedeutet neben der wesentlich besseren gestalterischen Wirkung eine erhebliche Einsparung durch Entfall der Fundierung und Errichtung desselben in Flussmitte.

Die Auswirkung der doppelten Spannweite auf das Tragwerk sind nicht so gravierend, wie man im ersten Moment meinen würde. Es ergeben sich lediglich für die Haupttragwerke Vergrößerungen der entsprechenden Dimensionen. Nachdem es sich jedoch vorwiegend um zug- und druckbeanspruchte Konstruktionselemente handelt, bleiben die höheren Materialerfordernisse in vertretbarem Rahmen.

  

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